Fortbildungskurs "Bring und Nimm"
Tauschbörse für Kreative vom 31.10.2007
sao. Kein Apportierkurs sondern ein reger Austausch unter erfahrenen Jugend und Hund Leiterinnen und Leitern war für den "Bring- und Nimmtag" im Oktober 2007 geplant, was die Angemeldeten spätestens mit der Aufforderung, diverse Spielideen und Trainingshilfen einzupacken und mitzubringen, realisierten.
Die Form des Kurses war für die Kursleitung ein Experiment in jeder Beziehung. Dies begann schon mit der Wahl des Wochentages, die für einmal auf einen Mittwochnachmittag fiel. Die Kurskosten wurden mit dreissig Franken ausnehmend tief angesetzt und das gemeinsame Nachtessen erfolgte auf freiwilliger Basis. Die finanziellen Möglichkeiten eines Vereins sollten auf keinen Fall den oft geforderten Austausch unter JH-Leiterinnen und Leitern verhindern. Die über 24 Anmeldungen bestätigten, dass man in der Organisation von Kursen neue Formen ausprobieren darf.
Das grösste Experiment aber war die Themenwahl, denn ein Kurs, der auf die Ideen der Kursteilnehmer abstützt, ist für die Kursleitung nur bedingt planbar. Und so wurden die Kursteilnehmer nach Anmeldeschluss darüber informiert, was sie mit in den Kurs bringen sollten. An einen Bring- und Nimmtag muss man nämlich etwas bringen, damit man auch etwas holen darf. Erwartet wurden von jedem Kursteilnehmer drei konkrete Anregungen aus dem eigenen Fundus. Ob es an diesem Auftrag lag, dass sich daraufhin ein Viertel der Teilnehmerinnen wieder abmeldete und zum Teil sehr kurzfristig verhindert war?
Um 14.00 Uhr begann der Kurs in der SC OG Zürich. Jeder Leiter stellte sich und seine Jugendgruppe mit einem für die eigene Gruppe symbolischen Gegenstand kurz vor. Bedruckte Kleidungsstücke, Flaggen, Bilder, Tagebücher und andere interessante Dinge wurden ausgebreitet, bevor man zum praktischen Teil überging. Nun wurden die praktischen Anregungen der Kursteilnehmer zu einladenden Geschenken verpackt, um sie danach einzeln auszupacken und mit den Hunden zu erproben.
Im Clubhaus brach danach das Fieber aus. Erfahrungen wurden ausgetauscht und es wurde nachgefragt und erklärt, aufgeschrieben und geplant, skizziert und gewerkt. Jeder sollte nach diesem Kurs mit neuem Material für die nächsten Lektionen eingedeckt sein.
Die eintreffenden Kinder der Jugend und Hund Gruppe Tobelhof freuten sich über die bereitgelegten Geschenke und durften
nun ihrerseits ein paar Spiele auswählen, welche die Leiter mit ihnen durchführten und sie damit den Kolleginnen und Kollegen vom Kurs demonstrierten.
Wie die Schlussrunde zeigte, bekam jeder Kursteilnehmer für seine mitgebrachten Sachen eine Tasche voller Ideen mit auf den Heimweg und die Jugendlichen ihrer Gruppen dürfen sich auf neu motivierte Leiterinnen und Leiter freuen.
Für die Leiterausbildung Jugend und Hund
Sandra Altorfer und Antonia Huber